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Analytik

Datenschutz beim Bestellen

Symbolisches Vorhängeschloss für Datensicherheit

Eine Bestellung gibt zwangsläufig personenbezogene Daten preis — Name, Anschrift, Zahlungsinformationen. Wie ein Anbieter mit diesen Daten umgeht, lässt sich anhand weniger Kriterien einschätzen, bevor eine Bestellung überhaupt aufgegeben wird.

Was die Datenschutz-Grundverordnung grundsätzlich verlangt

Innerhalb der EU gilt für praktisch jeden Online-Anbieter die Datenschutz-Grundverordnung, die unter anderem eine klare, verständliche Information darüber vorschreibt, welche Daten zu welchem Zweck erhoben, verarbeitet und wie lange gespeichert werden.

Diese Information muss in einer eigenen, leicht auffindbaren Datenschutzerklärung stehen — verstreute, unvollständige oder in Allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckte Angaben entsprechen nicht dem, was die Verordnung an Transparenz vorsieht.

Worauf bei der Datenschutzerklärung zu achten ist

Eine vollständige Datenschutzerklärung benennt die verantwortliche Stelle, die Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung, eingesetzte Dienstleister — etwa für Versand oder Zahlungsabwicklung — sowie die Rechte der betroffenen Person, etwa auf Auskunft oder Löschung.

Fehlt eine dieser Angaben oder ist die Erklärung erkennbar eine unveränderte Vorlage ohne Bezug zum konkreten Geschäftsmodell des Anbieters, ist das ein Hinweis auf mangelnde Sorgfalt, die sich möglicherweise auch auf den tatsächlichen Umgang mit den Daten überträgt.

Besondere Aspekte bei sensiblen Bestellungen

Bei Forschungsmaterial ist neben den üblichen personenbezogenen Daten auch relevant, wie diskret eine Bestellung abgewickelt wird — neutrale Verpackung, wie an anderer Stelle beschrieben, ist ein Aspekt davon, der über die reine DSGVO-Konformität hinausgeht.

Auch die Weitergabe von Daten an Dritte, etwa Zahlungsdienstleister oder Versandunternehmen, sollte in der Datenschutzerklärung transparent benannt sein — eine Bestellung setzt zwangsläufig einen gewissen Datenfluss voraus, der aber nachvollziehbar dokumentiert sein sollte.

Praktische Prüfung vor der Bestellung

Ein kurzer Blick in die Datenschutzerklärung vor der ersten Bestellung bei einem neuen Anbieter zeigt, ob die grundlegenden Informationspflichten erfüllt sind — ein Aufwand von wenigen Minuten, der sich bei einem Anbieter mit unklarer Datenpraxis auszahlen kann.

Bei Unsicherheit über die eigenen Datenschutzrechte gegenüber einem konkreten Anbieter ist eine direkte Anfrage an die in der Datenschutzerklärung benannte verantwortliche Stelle der vorgesehene und meist unkomplizierte Weg.

Datenschutz bei institutionellen Bestellungen

Bestellt eine Institution über eine gemeinsam genutzte E-Mail-Adresse oder einen zentralen Beschaffungsprozess, sollte intern geklärt sein, wer innerhalb der Institution für die datenschutzrechtliche Prüfung externer Anbieter zuständig ist, statt dies jeder bestellenden Person einzeln zu überlassen.

Für Institutionen mit eigenen Datenschutzrichtlinien ist zusätzlich zu prüfen, ob die Datenverarbeitung des jeweiligen Anbieters mit den internen Vorgaben vereinbar ist — ein Schritt, der über die reine Prüfung der Datenschutzerklärung hinausgeht.

Woran sich das im Katalog ablesen lässt

Der Katalog führt derzeit 69 Referenzmaterialien in 9 Materialgruppen, mit 122 einzeln dokumentierten Chargen. Für jede dieser Chargen ist eine eigene Seite erreichbar, die Prüfmethode, Messwert, Spezifikation und Prüfdatum je Parameter ausweist — ohne Konto und vor der Kaufentscheidung einsehbar.

Bei 44 der 69 Materialien sind CAS-Nummer, Summenformel, Molekülmasse und Sequenz gegen öffentliche chemische Datenbanken abgeglichen. Die übrigen sind gekennzeichnet, weil sich mindestens ein Referenzwert dort nicht eindeutig belegen lässt — bei Gemischen, Polypeptidfraktionen und rekombinanten Proteinen ist das der Normalfall. Eine Kennzeichnung ist hier die ehrlichere Angabe als eine Zahl, die niemand nachprüfen kann.

Einordnung

Eine vollständige, konkrete Datenschutzerklärung ist ein weiteres Signal für die Seriosität eines Anbieters, zusätzlich zu Impressum und Analysezertifikaten. Sie lässt sich vor der Bestellung in wenigen Minuten prüfen, ohne juristische Vorkenntnisse zu benötigen.

Research Use Only. Alle im Katalog geführten Materialien sind ausschließlich für die wissenschaftliche Laborforschung bestimmt. Sie sind keine Arzneimittel, keine Lebensmittel und keine Kosmetika und nicht zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt.

Häufige Fragen

Was muss eine Datenschutzerklärung mindestens enthalten?

Die verantwortliche Stelle, Rechtsgrundlage der Verarbeitung, eingesetzte Dienstleister und die Rechte der betroffenen Person, etwa auf Auskunft oder Löschung.

Woran erkennt man eine unsorgfältig erstellte Datenschutzerklärung?

An fehlenden Angaben oder einer erkennbar unveränderten Vorlage ohne Bezug zum konkreten Geschäftsmodell des Anbieters.

Was tun bei Unsicherheit über die eigenen Datenschutzrechte?

Eine direkte Anfrage an die in der Datenschutzerklärung benannte verantwortliche Stelle ist der vorgesehene Weg.