Bestellungen bis
14:00 Uhr (MEZ/MESZ) versenden wir am selben Werktag
Mindestbestellwert
199,00 €
EU-Versand spätestens binnen
48 Stunden
Zustellung mit
DHL Express & GLS
Versandkostenfrei
in der gesamten EU

Materialprofil

IGF-1 LR3: Sequenz, Analytik und Studienlage

Beschäftigter richtet ein Bauteil in einer Prüfvorrichtung aus

Rekombinantes Long-R3-Analogon des IGF-1 mit 83 Aminosäuren. Kein synthetisches Peptid, sondern ein exprimiertes Protein. Diese Seite fasst zusammen, was sich über IGF-1 LR3 anhand der Referenzdaten und der analytischen Prüfung sagen lässt — Sequenz, Masse, Stabilität und die Frage, woran sich die Qualität einer konkreten Charge erkennen lässt.

Identität und Referenzdaten

ParameterWert
BezeichnungIGF-1 LR3
SequenzRekombinantes Protein (83 AS) — keine kurze Sequenznotation
Kettenlänge5 Aminosäuren
SummenformelC400H625N111O115S9
Molekülmasse9117,53 g/mol
CAS946870-92-4
Darreichungsformlyophilisiertes Pulver
Reinheitsspezifikation≥ 99 % HPLC
ForschungsbereichWachstumsfaktoren & Sekretagoga

Die Referenzdaten in dieser Tabelle wurden gegen öffentliche chemische Datenbanken abgeglichen. Eine Datenbank beschreibt allerdings die Substanz, nicht das gelieferte Fläschchen: chargenbezogene Messwerte werden hier nicht veröffentlicht.

Was die Sequenz über die Synthese verrät

Mit 5 Aminosäuren und damit 4 Kupplungsschritten gehört die Sequenz zu den kurzen Festphasensynthesen. Kurze Ketten erreichen regelmäßig hohe Reinheiten, weil sich Deletions- und Trunkierungsprodukte über wenige Schritte kaum aufsummieren.

Die Ladungsverteilung — 1 basische gegenüber 0 sauren Resten — bestimmt das Löslichkeitsverhalten. Der basische Überschuss spricht für gute Löslichkeit im leicht sauren Bereich.

Stabilität und Lagerung

Die Sequenz enthält weder Methionin noch Cystein oder Tryptophan. Damit fehlen IGF-1 LR3 genau die Reste, die in Peptiden üblicherweise zuerst oxidieren — ein Grund, warum das Lyophilisat vergleichsweise robust ist und Transport bei Raumtemperatur toleriert.

Ungeöffnet bei −20 °C lichtgeschützt lagern; für den Versand ist das Lyophilisat bei Raumtemperatur über mehrere Tage stabil. Nach Rekonstitution bei 2–8 °C lagern und wiederholtes Auftauen vermeiden.

Der praktisch häufigste Reinheitsverlust entsteht nicht bei der Lagerung, sondern beim wiederholten Auftauen einer einzigen Stammlösung. Wer direkt nach der Rekonstitution aliquotiert, entnimmt später jeweils ein frisches Gefäß und belastet den Rest nicht.

Analytische Prüfung je Charge

Für IGF-1 LR3 gilt die folgende Einkaufsspezifikation. Die genannten Werte sind Sollbereiche, gegen die eingekauft wird, und keine chargenbezogenen Messergebnisse:

  • HPLC — Reinheitsbestimmung gegen die Spezifikation ≥ 99 %
  • LC-MS — Identitätsprüfung gegen 9117,53 g/mol
  • Karl-Fischer — Restwassergehalt, Spezifikation ≤ 5,0 %
  • ICP-MS — Schwermetallbefund, Spezifikation ≤ 10 ppm

Die Kombination ist der Punkt: HPLC allein sagt, wie einheitlich das Material ist, aber nicht, was es ist. Erst die Massenprüfung schließt aus, dass eine saubere Substanz die falsche Substanz ist.

Formate und Verfügbarkeit

IGF-1 LR3 ist als 1 mg gelistet, preislich von 1,30 €. Ab fünf Einheiten derselben Größe greift die Mengenstaffel. Für laufende Versuchsreihen ist die größere Einheit meist die ruhigere Wahl — ein Chargenwechsel mitten in einer Messreihe erzwingt sonst eine neue Referenzbestimmung.

Der Preis pro Milligramm unterscheidet sich zwischen den Formaten und ist der belastbarere Vergleichswert als der reine Fläschchenpreis. Für die Umrechnung von Einwaage in Massen- oder Stoffmengenkonzentration steht der Rekonstitutionsrechner im Werkzeugbereich zur Verfügung, der beide Größen ohne manuellen Zwischenschritt berechnet.

Referenzquellen

Keiner der verglichenen deutschen Anbieter belegt seine Stoffangaben mit einer nachprüfbaren Quelle. Wir tun das, weil ein Referenzwert, den man nicht nachschlagen kann, kein Referenzwert ist. Alle Kennungen unten wurden gegen PubChem und PubMed aufgelöst, nicht aus dem Gedächtnis notiert:

IGF-1 LR3

Substanzeintrag: PubChem CID 168009904 — aufgelöst über 946870-92-4. Dort stehen Summenformel, Molekülmasse und Synonyme in einer Fassung, die sich gegen unsere Angaben prüfen lässt.

  • Yavuz E et al., Int J Biol Macromol, 2025. Revolutionary decellularized Alstroemeria stem-based nerve conduit integrated with GelMA and controlled IGF-1 LR3 release for enhanced rat sciatic nerve regeneration. PMID 41015370 · doi:10.1016/j.ijbiomac.2025.147888

Die genannten Arbeiten belegen, dass die Substanz Gegenstand publizierter Forschung ist. Sie sind keine Aussage über Eignung, Sicherheit oder Nutzen — die Materialien sind ausschließlich für die Laborforschung bestimmt.

Einordnung

IGF-1 LR3 gehört im Katalog zur Gruppe Wachstumsfaktoren & Sekretagoga. Analytisch benachbart sind Ipamorelin, CJC-1295 No DAC, CJC-1295 DAC — verwandte Fragestellungen, aber eigene Sequenzen, eigene Massen und eigene Zertifikate. Chargendaten werden zwischen Materialien nie übertragen.

Research Use Only. IGF-1 LR3 ist ausschließlich für die wissenschaftliche Laborforschung bestimmt. Das Material ist kein Arzneimittel, kein Lebensmittel und kein Kosmetikum und nicht zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt. Zu Fragestellungen am Menschen machen wir bewusst keine Angaben.

Häufige Fragen

Welche Sequenz hat IGF-1 LR3?

Rekombinantes Protein (83 AS) — keine kurze Sequenznotation — 5 Aminosäuren, Summenformel C400H625N111O115S9, Molekülmasse 9117,53 g/mol.

Welche Reinheit erreicht IGF-1 LR3 realistisch?

Die Spezifikation liegt bei ≥ 99 % HPLC. Bei 4 Kupplungsschritten ist das analytisch plausibel. Deutlich höhere beworbene Werte sind bei dieser Materialklasse kritisch zu bewerten.

Wie wird IGF-1 LR3 gelagert?

Ungeöffnet bei −20 °C lichtgeschützt lagern; für den Versand ist das Lyophilisat bei Raumtemperatur über mehrere Tage stabil. Nach Rekonstitution bei 2–8 °C lagern und wiederholtes Auftauen vermeiden.

Ist IGF-1 LR3 ein Arzneimittel?

Nein. IGF-1 LR3 ist Referenzmaterial für die Laborforschung, besitzt keine arzneimittelrechtliche Zulassung und ist nicht zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt.