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Analytik

Rekonstitution berechnen: mg, ml und mg/ml

Pasteur-Pipetten aus Glas

Rekonstitution ist im Kern eine einfache Rechnung: Peptidmenge in Milligramm geteilt durch zugegebenes Lösungsmittelvolumen in Millilitern ergibt die resultierende Massenkonzentration. Die Formel ist trivial — Fehler entstehen fast immer bei den Eingabewerten, nicht bei der Rechnung selbst.

Die Grundformel

Massenkonzentration in mg/ml ergibt sich als Peptidmenge in Milligramm geteilt durch das zugegebene Lösungsmittelvolumen in Millilitern. Ein Fläschchen mit 5 mg Inhalt, gelöst in 1 ml Lösungsmittel, ergibt eine Konzentration von 5 mg/ml — die Rechnung selbst braucht keine weiteren Annahmen.

Entscheidend ist, welches Volumen tatsächlich als Nenner verwendet wird: das zugegebene Lösungsmittelvolumen, nicht das Endvolumen nach Zugabe. Bei kleinen Volumina ist der Unterschied durch das Eigenvolumen des gelösten Feststoffs meist vernachlässigbar, sollte aber bei größeren Peptidmengen mitgedacht werden.

Wo die Peptidmenge tatsächlich herkommt

Die auf dem Etikett angegebene Füllmenge in Milligramm ist der Ausgangswert, nicht die tatsächliche Einwaage im eigenen Labor — bei einem original verschlossenen Fläschchen ist die Etikettenangabe die verlässliche Quelle, weil das gesamte Fläschchen als eine Einheit rekonstituiert wird.

Wichtig ist, ob sich die Etikettenangabe auf die reine Peptidmasse oder auf die Gesamteinwaage inklusive Salzform und Restwasser bezieht — bei den meisten Katalogangaben ist die Peptidmenge selbst gemeint, aber ein Blick in die materialspezifische Spezifikation schafft hier Klarheit, statt es anzunehmen.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Ein Fläschchen mit 10 mg Peptid wird mit 2 ml Lösungsmittel rekonstituiert: 10 mg geteilt durch 2 ml ergibt 5 mg/ml. Soll stattdessen eine Konzentration von 2 mg/ml erreicht werden, ergibt sich das benötigte Volumen aus derselben Formel umgestellt: 10 mg geteilt durch 2 mg/ml ergibt 5 ml Lösungsmittel.

Diese Umstellung — von der gewünschten Konzentration auf das benötigte Volumen zu rechnen, statt umgekehrt — ist in der Praxis oft der eigentlich benötigte Rechenschritt, weil meist eine Zielkonzentration feststeht und das passende Volumen gesucht wird.

Häufige Fehlerquellen

Eine Verwechslung der Einheiten — Mikroliter statt Milliliter, oder umgekehrt — ist der häufigste Rechenfehler und führt zu einem Faktor-1.000-Fehler im Ergebnis. Eine Überschlagsrechnung vor der eigentlichen Pipettierung deckt einen solchen Fehler meist sofort auf, weil das Ergebnis offensichtlich unplausibel wirkt.

Auch das bereits an anderer Stelle beschriebene vergessene Wassermolekül bei der Massenberechnung oder eine unberücksichtigte Salzform verfälscht das Ergebnis systematisch, wenn im nächsten Schritt eine molare statt einer reinen Massenkonzentration benötigt wird.

Preis je Milligramm, kleinstes gegen größtes Format

MaterialKleinstes FormatGrößtes FormatErsparnis
Tirzepatide5 mg — 0,08 €/mg20 mg — 0,05 €/mg37 %
AHK-Cu20 mg — 0,02 €/mg50 mg — 0,01 €/mg31 %
Matrixyl (Palmitoyl-Pentapeptid-4)10 mg — 0,04 €/mg50 mg — 0,03 €/mg29 %
Semaglutide5 mg — 0,07 €/mg10 mg — 0,05 €/mg29 %
Oxytocin2 mg — 0,12 €/mg5 mg — 0,09 €/mg28 %
Retatrutide5 mg — 0,09 €/mg20 mg — 0,06 €/mg28 %
Epithalon10 mg — 0,03 €/mg50 mg — 0,03 €/mg26 %
Argireline10 mg — 0,03 €/mg50 mg — 0,03 €/mg26 %
SLU-PP-3325 mg — 0,06 €/mg10 mg — 0,04 €/mg25 %
PEG-MGF2 mg — 0,20 €/mg5 mg — 0,15 €/mg25 %

Der Preis je Milligramm ist die einzige Größe, mit der sich Formate und Anbieter vergleichen lassen. Ein niedriger Fläschchenpreis bei kleiner Füllmenge ist regelmäßig der teurere Einkauf.

Woran sich das im Katalog ablesen lässt

Der Katalog führt derzeit 69 Referenzmaterialien in 9 Materialgruppen, mit 122 einzeln dokumentierten Chargen. Für jede dieser Chargen ist eine eigene Seite erreichbar, die Prüfmethode, Messwert, Spezifikation und Prüfdatum je Parameter ausweist — ohne Konto und vor der Kaufentscheidung einsehbar.

Bei 44 der 69 Materialien sind CAS-Nummer, Summenformel, Molekülmasse und Sequenz gegen öffentliche chemische Datenbanken abgeglichen. Die übrigen sind gekennzeichnet, weil sich mindestens ein Referenzwert dort nicht eindeutig belegen lässt — bei Gemischen, Polypeptidfraktionen und rekombinanten Proteinen ist das der Normalfall. Eine Kennzeichnung ist hier die ehrlichere Angabe als eine Zahl, die niemand nachprüfen kann.

Einordnung

Die Rekonstitutionsrechnung selbst ist einfache Division — die eigentliche Sorgfalt liegt in korrekten Einheiten und einer plausiblen Ausgangsmenge. Für eine automatisierte, fehlerresistente Berechnung steht zusätzlich der Rekonstitutionsrechner im Werkzeugbereich zur Verfügung.

Research Use Only. Alle im Katalog geführten Materialien sind ausschließlich für die wissenschaftliche Laborforschung bestimmt. Sie sind keine Arzneimittel, keine Lebensmittel und keine Kosmetika und nicht zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die Konzentration nach der Rekonstitution?

Peptidmenge in Milligramm geteilt durch zugegebenes Lösungsmittelvolumen in Millilitern ergibt die Massenkonzentration in mg/ml.

Wie viel Lösungsmittel braucht man für eine bestimmte Zielkonzentration?

Peptidmenge in Milligramm geteilt durch die gewünschte Konzentration in mg/ml ergibt das benötigte Lösungsmittelvolumen in Millilitern.

Was ist der häufigste Fehler bei dieser Berechnung?

Eine Verwechslung von Mikroliter und Milliliter, die zu einem Faktor-1.000-Fehler im Ergebnis führt — eine Überschlagsrechnung deckt das meist sofort auf.