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Materialprofil

SNAP-8: Sequenz, Analytik und Studienlage

Mikroskopische Aufnahme einer verzweigten, rot gefärbten Struktur

Acetyl-Octapeptid-3, ein SNARE-Komplex-Fragment. Kosmetologische Referenzsequenz für Matrixmodelle. Diese Seite fasst zusammen, was sich über SNAP-8 anhand der Referenzdaten und der analytischen Prüfung sagen lässt — Sequenz, Masse, Stabilität und die Frage, woran sich die Qualität einer konkreten Charge erkennen lässt.

Identität und Referenzdaten

ParameterWert
BezeichnungSNAP-8
SequenzAc-EEMQRRAD-NH2 (Acetyl-Octapeptid-3)
Kettenlänge13 Aminosäuren
SummenformelC41H70N16O16S
Molekülmasse1075,17 g/mol
CAS868844-74-0
Darreichungsformlyophilisiertes Pulver
Reinheitsspezifikation≥ 99 % HPLC
ForschungsbereichPigmentierung & Hautmodelle

Die Referenzdaten in dieser Tabelle wurden gegen öffentliche chemische Datenbanken abgeglichen. Eine Datenbank beschreibt allerdings die Substanz, nicht das gelieferte Fläschchen: chargenbezogene Messwerte werden hier nicht veröffentlicht.

Was die Sequenz über die Synthese verrät

Bei 13 Aminosäuren und 12 Kupplungsschritten sind Reinheitswerte um 99 % analytisch plausibel. Jeder Kupplungsschritt trägt eine kleine Fehlerrate; über diese Kettenlänge bleibt die Summe beherrschbar, sofern die Aufreinigung sauber geführt wird.

Die Ladungsverteilung — 3 basische gegenüber 3 sauren Resten — bestimmt das Löslichkeitsverhalten. Eine ausgeglichene Ladungsbilanz führt häufig zu einem isoelektrischen Punkt im mittleren pH-Bereich, in dessen Nähe die Löslichkeit am geringsten ist.

Stabilität und Lagerung

Die Sequenz enthält 1× Methionin. Diese Reste sind oxidationsempfindlich und bestimmen die Lagerempfehlung für SNAP-8 stärker als die Kettenlänge. Methionin oxidiert bevorzugt zum Sulfoxid; im Massenspektrum zeigt sich das als Signal bei plus 16 Da.

Ungeöffnet bei −20 °C lichtgeschützt lagern; für den Versand ist das Lyophilisat bei Raumtemperatur über mehrere Tage stabil. Nach Rekonstitution bei 2–8 °C lagern und wiederholtes Auftauen vermeiden.

Der praktisch häufigste Reinheitsverlust entsteht nicht bei der Lagerung, sondern beim wiederholten Auftauen einer einzigen Stammlösung. Wer direkt nach der Rekonstitution aliquotiert, entnimmt später jeweils ein frisches Gefäß und belastet den Rest nicht.

Analytische Prüfung je Charge

Für SNAP-8 gilt die folgende Einkaufsspezifikation. Die genannten Werte sind Sollbereiche, gegen die eingekauft wird, und keine chargenbezogenen Messergebnisse:

  • HPLC — Reinheitsbestimmung gegen die Spezifikation ≥ 99 %
  • LC-MS — Identitätsprüfung gegen 1075,17 g/mol
  • Karl-Fischer — Restwassergehalt, Spezifikation ≤ 5,0 %
  • ICP-MS — Schwermetallbefund, Spezifikation ≤ 10 ppm

Die Kombination ist der Punkt: HPLC allein sagt, wie einheitlich das Material ist, aber nicht, was es ist. Erst die Massenprüfung schließt aus, dass eine saubere Substanz die falsche Substanz ist.

Formate und Verfügbarkeit

SNAP-8 ist als 10 mg, 50 mg gelistet, preislich von 0,40 € bis 1,50 €. Ab fünf Einheiten derselben Größe greift die Mengenstaffel. Für laufende Versuchsreihen ist die größere Einheit meist die ruhigere Wahl — ein Chargenwechsel mitten in einer Messreihe erzwingt sonst eine neue Referenzbestimmung.

Der Preis pro Milligramm unterscheidet sich zwischen den Formaten und ist der belastbarere Vergleichswert als der reine Fläschchenpreis. Für die Umrechnung von Einwaage in Massen- oder Stoffmengenkonzentration steht der Rekonstitutionsrechner im Werkzeugbereich zur Verfügung, der beide Größen ohne manuellen Zwischenschritt berechnet.

Referenzquellen

Keiner der verglichenen deutschen Anbieter belegt seine Stoffangaben mit einer nachprüfbaren Quelle. Wir tun das, weil ein Referenzwert, den man nicht nachschlagen kann, kein Referenzwert ist. Alle Kennungen unten wurden gegen PubChem und PubMed aufgelöst, nicht aus dem Gedächtnis notiert:

SNAP-8

Substanzeintrag: PubChem CID 76283482 — aufgelöst über 868844-74-0. Dort stehen Summenformel, Molekülmasse und Synonyme in einer Fassung, die sich gegen unsere Angaben prüfen lässt.

Zu dieser Bezeichnung liegt keine eindeutig zuordenbare Publikation vor — bei Gemischen und mehrdeutigen Handelsbezeichnungen führt eine Literatursuche zu Arbeiten über andere Substanzen. Wir führen hier lieber keine Quelle als eine falsche.

Die genannten Arbeiten belegen, dass die Substanz Gegenstand publizierter Forschung ist. Sie sind keine Aussage über Eignung, Sicherheit oder Nutzen — die Materialien sind ausschließlich für die Laborforschung bestimmt.

Einordnung

SNAP-8 gehört im Katalog zur Gruppe Pigmentierung & Hautmodelle. Analytisch benachbart sind Melanotan II, Melanotan I, GHK-Cu — verwandte Fragestellungen, aber eigene Sequenzen, eigene Massen und eigene Zertifikate. Chargendaten werden zwischen Materialien nie übertragen.

Research Use Only. SNAP-8 ist ausschließlich für die wissenschaftliche Laborforschung bestimmt. Das Material ist kein Arzneimittel, kein Lebensmittel und kein Kosmetikum und nicht zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt. Zu Fragestellungen am Menschen machen wir bewusst keine Angaben.

Häufige Fragen

Welche Sequenz hat SNAP-8?

Ac-EEMQRRAD-NH2 (Acetyl-Octapeptid-3) — 13 Aminosäuren, Summenformel C41H70N16O16S, Molekülmasse 1075,17 g/mol.

Welche Reinheit erreicht SNAP-8 realistisch?

Die Spezifikation liegt bei ≥ 99 % HPLC. Bei 12 Kupplungsschritten ist das analytisch plausibel. Deutlich höhere beworbene Werte sind bei dieser Materialklasse kritisch zu bewerten.

Wie wird SNAP-8 gelagert?

Ungeöffnet bei −20 °C lichtgeschützt lagern; für den Versand ist das Lyophilisat bei Raumtemperatur über mehrere Tage stabil. Nach Rekonstitution bei 2–8 °C lagern und wiederholtes Auftauen vermeiden.

Ist SNAP-8 ein Arzneimittel?

Nein. SNAP-8 ist Referenzmaterial für die Laborforschung, besitzt keine arzneimittelrechtliche Zulassung und ist nicht zur Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper bestimmt.